Wie viel Qualle steckt heute im Wasser vor Binz auf Rügen?
Pegel wird gelotet …
Das Fenster zeigt, was das Modell für deinen Strand errechnet: jede treibende Qualle steht für ein Stück Pegel.
⚠ Feuerquallen möglich — Sichtabstand halten
Messwerte gerade nicht erreichbar.
Abtauchen
Die Seekarte
Wo gehst du ins Wasser?
Jeder Strandabschnitt verhält sich anders: Derselbe Wind, der Binz die Schirme in die Bucht schiebt, räumt Nonnevitz das Wasser frei. Wähl den Tag und die Ansicht — Quallen, Vibrionen oder Blaualgen — und schau, wie das Radar wandert.
Binz auf Rügen
Promenadenbucht an der Prorer Wiek, feiner Sand, flach abfallend.
Tageswerte · heute
Quallen–
Vibrionen–
Blaualgen–
Wasser–
Wind–
Welle–
Der Strand von Binz
Das klassische Seebad: feiner, heller Sand vor der Promenade mit Strandkörben und Bädervillen, flach abfallendes Wasser — gut für Kinder. Im Sommer bewachte DLRG-Abschnitte, dazu die Seebrücke und am Südende der Buchenwald der Granitz. Der belebteste Strand der Insel: Wer Trubel mag, ist hier richtig.
Der Strand von Prora
Kilometerlang zieht sich der Sand an der Prorer Wiek zwischen Binz und dem Koloss von Prora — hinter den Dünen Kiefernwald, davor viel Platz selbst im Hochsommer. Derselbe feine Sand wie in Binz, aber deutlich mehr Luft zwischen den Handtüchern.
Der Strand von Sellin
Der Postkartenstrand: Unter dem Hochufer liegt Rügens berühmteste Seebrücke, erreichbar über die lange Treppe oder den Aufzug. Der Sandstreifen ist schmaler als in Binz — dafür ist die Kulisse die dramatischste aller Ostseebäder.
Der Strand von Baabe
Zwischen Selliner See und offener Ostsee liegt Baabes breiter Dünenstrand — das Tor zum Mönchgut. Ruhiger als die großen Nachbarn, flaches Wasser, viel Sand zum Buddeln: ein Familienklassiker ohne Gedränge.
Der Strand von Göhren
Das Kap Nordperd teilt Göhren in zwei Welten: Der Nordstrand liegt offen zur See — mehr Brandung, mehr Weite —, der Südstrand hinterm Kap deutlich geschützter. Wer Wellen mag, geht nach Norden; wer Ruhe sucht, ums Eck.
Der Strand von Thiessow
Ganz unten am Südzipfel des Mönchguts wird es still: weiter Strand, flaches Wasser, dahinter die Boddenlandschaft — weshalb Thiessow auch bei Kite- und Windsurfern beliebt ist. Wer den Trubel der Bäder satt hat, findet hier Luft.
Der Strand von Sassnitz
Stadtstrand mit Charakter: teils Sand, teils Steine, direkt unterhalb der beginnenden Kreideküste. Am Hafen die lange Mole, und vom Strand aus startet der Hochuferweg Richtung Nationalpark Jasmund und Königsstuhl — Baden und Wandern liegen hier direkt nebeneinander.
Der Strand von Glowe
Am Anfang der Schaabe spannt sich die Tromper Wiek in einem weiten Bogen nach Norden: feiner Sand, dahinter Dünenkiefern — und je weiter man läuft, desto leerer wird es. Glowe ist der Einstieg in Rügens längsten Strand.
Der Strand von Juliusruh
Das Nordende der Schaabe: breiter Strand mit dem vielleicht feinsten Sand der Insel, dazu Wittows raue, ruhige Art. Wer mag, läuft von hier die Schaabe hinunter, bis die letzten Strandkörbe verschwinden.
Der Strand von Nonnevitz
Rügens wilder Norden: Der Strand liegt hinter einem Streifen Küstenwald — keine Promenade, keine Musik, dafür Platz, Wind und Ostsee pur. Einige Abschnitte sind traditionell textilfrei. Der Strand für alle, denen selbst Thiessow zu belebt ist.
Der Strand von Lobbe
Der lange Außenstrand des Mönchguts: feiner Sand, der sich von Göhren bis fast nach Thiessow zieht, offen zur Ostsee und selbst im August mit Luft zwischen den Strandtüchern. Hinter den Dünen Wiesen statt Promenade — wer die Seebäder zu bunt findet, wird hier glücklich.
Der Strand von Mukran
Zwischen Prora und Sassnitz zieht sich die Schmale Heide: Sand und Kiesel, dahinter die berühmten Feuersteinfelder. Kein Kurbetrieb, keine Strandkörbe — dafür der weite Blick über die Prorer Wiek und deutlich mehr Ruhe als in den Bädern nebenan.
Der Strand von Dranske
Ganz im Nordwesten, wo sich der Bug zwischen Bodden und offener See schiebt: schmaler Naturstrand, viel Wind, weite Sicht bis Hiddensee. Für alle, die Strand als Naturerlebnis verstehen — und im Herbst ein klassisches Revier der Bernsteinsucher.
Der Strand von Groß Stresow
Die geschützte Badebucht am Greifswalder Bodden: flaches, ruhiges Wasser, Wiesen bis ans Ufer und gegenüber die kleine Insel Vilm. Wellen gibt es hier praktisch nie — ideal mit kleinen Kindern, und an Sturmtagen der ruhigste Badeplatz der Insel.
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Der Blick voraus
Die nächsten Tage vor Binz
Quallenkunde
Wen du da draußen triffst
In der Ostsee vor Rügen begegnen dir im Sommer praktisch nur zwei Arten — und nur eine davon verdient Respekt. Wer tiefer eintauchen will: die ganze Quallenkunde zum Nachlesen, von der Meerwalnuss bis zur Feuerqualle.
Die Ohrenqualle
Aurelia aurita · ~95 % aller Sichtungen
Glasklarer Schirm, vier rosafarbene Ringe, kaum größer als ein Teller. Ihre Nesselzellen sind zu schwach für menschliche Haut — sie fühlt sich an wie kaltes Wackelpudding-Konfekt und ist selbst für Kinder ungefährlich. Sie kann nicht stechen, nicht beißen und nicht zustoßen: Sie treibt einfach.
Völlig harmlos — Baden möglich
Die Feuerqualle
Cyanea capillata · selten, eher Spätsommer
Gelb bis rostrot, mit einem Vorhang meterlanger Tentakel, die im Wasser kaum zu sehen sind. Ihr Kontakt brennt wie ein Strauß Brennnesseln und zeichnet rote Striemen. Gefährlich wird sie selten — unangenehm immer. Gilt auch für gestrandete Exemplare: Die Tentakel nesseln noch Stunden nach dem Anspülen.
Abstand halten — auch am Strand
Transparenz
Woher der Pegel weiß, was er weiß
Niemand zählt Quallen. Aber ihr Auftreten am Strand folgt Physik — und die lässt sich messen. Der Pegel verrechnet drei Treiber, stündlich aktualisiert, für jeden Strand mit seiner echten Küstenausrichtung:
Wind & Drift
Quallen schwimmen kaum selbst — sie treiben. Auflandiger Wind (vom Meer auf den Strand) schiebt sie binnen Stunden in die Badezone — die ersten 200 Meter ab der Wasserlinie, in denen gebadet wird. Dreht der Wind auf ablandig, leert sich diese Zone nur allmählich: Quallen treiben in der ganzen Wassersäule, nicht nur an der Oberfläche, und das flache Ufer reagiert träge. Der Pegel führt deshalb für jeden Strand einen Bestand, den die Windgeschichte der letzten Woche füllt und abbaut — gerechnet gegen die echte Ausrichtung jedes einzelnen Strandabschnitts.
Wassertemperatur
Erst wenn sich die Ostsee über etwa 15 Grad erwärmt, wachsen die Bestände der Ohrenqualle in badetaugliche Sichtbarkeit. Die Oberflächentemperatur vor jedem Strand fließt direkt in die Schätzung ein.
Saison & Wellen
Juli und August sind Hochsaison, ab Oktober ist Ruhe. Kräftige Brandung zerreißt die empfindlichen Schirme — hohe Wellen senken den Pegel wieder.
Kurz beantwortet
Fragen aus dem Strandkorb
Sind die Quallen in der Ostsee vor Rügen gefährlich?
Die häufigste Art, die Ohrenqualle, ist für Menschen völlig harmlos — ihre Nesselzellen durchdringen die Haut nicht. Nur die gelb-rote Feuerqualle nesselt spürbar: Der Kontakt brennt wie Brennnesseln und kann Quaddeln hinterlassen, ist für gesunde Erwachsene aber selten gefährlich. Bei allergischen Reaktionen oder Atemnot: Notruf 112.
Was hilft nach Kontakt mit einer Feuerqualle?
Nicht reiben. Tentakelreste mit Meerwasser abspülen — niemals mit Süßwasser, das lässt die restlichen Nesselkapseln platzen. Rasierschaum oder feuchten Sand auftragen, antrocknen lassen, vorsichtig abschaben, dann kühlen. Bei Kreislaufproblemen den Notruf 112 wählen oder die DLRG-Station ansprechen.
Wann ist Quallenzeit auf Rügen?
Hauptsaison ist Juli bis September, mit dem Höhepunkt im Hochsommer, sobald das Wasser über etwa 17 Grad hat. Feuerquallen erscheinen eher im Spätsommer. Im Frühjahr und ab Oktober ist die Ostsee vor Rügen weitgehend quallenfrei.
Warum sind nach Ostwind mehr Quallen am Strand?
Quallen treiben mit Wind und Strömung, statt selbst zu schwimmen. Auflandiger Wind schiebt die Schirme in die flachen Badezonen. Dreht der Wind auf ablandig, braucht die Entwarnung Geduld: Was mehrere Tage angespült wurde, treibt oft noch zwei, drei Tage in der Badezone, bevor das Wasser wieder klar ist. Für Rügens Oststrände wie Binz oder Sellin ist Ost- bis Nordostwind deshalb das klassische Quallenwetter.
Kann ich baden, wenn Quallen im Wasser sind?
Ja. Ohrenquallen sind harmlos — viele schwimmen einfach zwischen ihnen hindurch, und der Schleier-Modus dieser Seite ist für alle, die sie lieber gar nicht erst sehen. Zu Feuerquallen gehört Sichtabstand, auch zu angespülten am Strand. Für Kinder gilt: anschauen ja, anfassen nein.
Wie genau ist das Quallenradar?
Der Pegel ist eine Modellschätzung, keine Zählung: Winddrift, Wassertemperatur, Saisonkurve und Wellengang werden zu einer Wahrscheinlichkeit für Quallen in Strandnähe verrechnet. Die Tendenz — heute mehr, morgen weniger — trifft er gut, Überraschungen bleiben möglich. Damit die Ansage verlässlich bleibt, wird die Morgenlage festgeschrieben und tagsüber nur bei deutlicher Wetteränderung korrigiert (mit Vermerk). Vor Ort entscheidet immer die DLRG-Beflaggung.
Was zeigt die Vibrionen-Ansicht?
Die Seekarte hat neben den Quallen zwei weitere Ansichten: Vibrionen und Blaualgen. Vibrionen sind Bakterien, die natürlicherweise in der Ostsee leben und sich in warmem Brackwasser stark vermehren — typischerweise, wenn das Wasser mehrere Tage über etwa 20 Grad warm bleibt. Das Radar verrechnet dafür die Wassertemperatur der letzten Tage, die Dauer der Wärmephase und den Salzgehalt der Küste zu drei Stufen: Unauffällig, Erhöht, Deutlich erhöht. Das ist eine Einschätzung der Umgebungsbedingungen, keine Wasserprobe — verbindlich sind die Hinweise der Gesundheitsämter. Für gesunde Badegäste ist das Risiko gering; worauf es bei offenen Wunden und geschwächtem Immunsystem ankommt, steht in der Vibrionen-Kunde. Und der Bernstein? Die Bernstein-Ansicht macht während der Badesaison Pause und kehrt zur Sturmsaison im Herbst zurück — im Sommer zeigte sie ohnehin fast immer „Ruhige See“.
Sind Vibrionen in der Ostsee gefährlich?
Für die allermeisten Badegäste nicht: Wer gesund ist und keine offenen Wunden hat, badet auch in warmen Sommern normal. Ernst werden kann eine Infektion für Menschen mit offenen oder frischen Wunden, chronischen Grunderkrankungen, geschwächtem Immunsystem und für Ältere. Die wichtigsten Regeln bei warmem Wasser: offene Wunden wasserdicht abdecken oder nicht baden, nach dem Baden abduschen — und wenn sich eine Wunde nach dem Ostseebad rötet, stark schmerzt oder Fieber dazukommt, sofort zum Arzt und den Ostsee-Kontakt erwähnen. Alles Wichtige zu Vibrionen →
Was zeigt die Blaualgen-Ansicht?
Blaualgen sind Cyanobakterien, die in der Ostsee im Hochsommer blühen: Ist das Wasser über etwa 17 Grad warm, liegt die See tagelang ruhig und scheint die Sonne, steigen sie an die Oberfläche und bilden grünlich-gelbe Schlieren, die auflandiger Wind an den Strand treibt. Das Radar verrechnet Wärme, Windstille, Sonne, Saison und Küstenregion zu drei Stufen: Unauffällig, Erhöht, Deutlich erhöht. Das ist eine Einschätzung der Umgebungsbedingungen, kein Satellitenbild und keine Wasserprobe — verbindlich sind die Badegewässer-Meldungen der Länder. Bei sichtbaren Schlieren gilt: nicht hineinschwimmen, Kinder und Hunde fernhalten, nach dem Baden abduschen. Was Blaualgen sind und woran man sie erkennt, steht in der Blaualgen-Kunde.
Dasselbe Modell, das die Rügener Seekarte füllt, berechnet die Badelage für fünf deutsche Inseln an Ostsee und Nordsee — Quallen, Wassertemperatur, Vibrionen und Blaualgen, jede Insel mit Seekarte und eigener Strandtafel je Strand, täglich aktualisiert: